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Astrolabium (Historische Nachbildung)
Eines der wichtigsten astronomischen Instrumente früherer Zeiten.
Bestellnr.: AS00111
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- Material: Messing, Holz
- Höhe: ca. 16 cm, Ø ca. 10 cm
- Gewicht (mit Verpackung): ca. 785 g
- Lieferumfang: ein Astrolabium mit Holzständer
Ein Astrolabium, auch Sternnehmer oder Sternenhöhenmesse stellt nichts anderes als eine komplexe, drehbare Sternkarte dar. Damit lassen sich nicht nur die Position sowie die Auf - und Untergangszeiten von Himmelskörpern bestimmen sondern aus diesen auch das Datum oder die Uhrzeit.
Das Astrolabium, das Sie hier sehen ist eine Nachbildung eines Astrolabiums des französischen Astronoms Michael Asineus aus dem Jahr 1602. Eine Anleitung mit Abbildungen zum Ausdrucken steht Ihnen weiter unten als PDF zur Verfügung.
Über 1000 Einsatzmöglichkeiten sollen für das Astrolabium einst bekannt gewesen sein - das berichtete zumindest der arabische Astronom al-Sufi in einem 386 Kapitel starken Werk über dieses alte Hilfsmittel. Die Zahl mag zu hoch gegriffen sein und auch darauf zurückgehen, dass er nicht nur astronomische Anwendungen auflistete, sondern auch astrologische, geografische, nautische und religiöse. Sicher ist auf jeden Fall, dass das Astrolabium ein äußerst vielseitiges Hilfsmittel ist, ein wahres astronomisches "Multitool", das Sternkarte, Rechenschieber und Messwerkzeug miteinander vereint. Ohne großen Aufwand können Sie die Uhrzeit ebenso bestimmen wie die Auf- und Untergangszeiten der Sonne oder einiger heller Sterne.
Die Teile des Astrolabiums
Klassische Astrolabien wurden meist aus Bronze oder Messing hergestellt und hatten üblicherweise einen Durchmesser von 15 bis 20 cm, obwohl auch wesentlich größere und kleinere hergestellt wurden. Zweifellos wurden auch viele Astrolabien aus Pappe und Papier produziert.
Auf der Vorderseite des Astrolabiums gibt es zwei Arten von Teilen: graphische Zeit-Tabellen und die stereographische Projektion des Himmels für einen bestimmten Breitengrad. Die drehbaren Teile simulieren die tägliche Drehung des Himmels.
Mater und Scheiben
Der Hauptteil eines typischen Astrolabiums besteht aus einer etwa sechs Millimeter dicken Bronzescheibe mit mit einer ringförmigen Vertiefung in der Mitte. Der Ring um den Rand der Scheibe (lateinisch: Limbus) ist in Grade und auf vielen europäischen Astrolabien in 24 Stunden eingeteilt, mit der Mittagszeit oben und Mitternacht unten. Astrolabien aus der islamischen Welt hatten üblicherweise keine Stundenangabe.
Im vertieften Zentrum der Scheibe (die Mater, lateinisch: Mutter) sitzt die Platte für den lokalen Breitengrad (auch Climate oder Tympan genannt). Er trägt Kreise für die Höhengrade sowie des Richtungswinkels für einen bestimmten Breitengrad. Ältere Instrumente haben verschiedene austauschbare Scheiben mit Gravuren auf beiden Seiten, so dass das Instrument auf verschiedenen Breitengraden benutzt werden kann. Verwendet wurde die Scheibe, die dem Breitengrad des Nutzers am nächsten war.
Rete
Über der Platte ist eine Scheibe mit verschiedenen Öffnungen angebracht (die Rete, lateinisch: Netz), so dass man die Platte darunter sehen kann. Spitzen in den Öffnungen markieren bestimmte Fixsterne. Ein Kreis zeigt die Projektion des Weges der Sonne am Himmel (Ekliptik). Der ekliptische Kreis ist in 30 Grad Sektionen eingeteilt, die die Tierkreiszeichen repräsentieren. Eine Umdrehung der Rete simuliert die Rotation der Sterne am Himmel während eines Tages. Oben an der Rete befindet sich ein Zeiger. Nicht alle Astrolabien hatten einen Zeiger; dies war abhängig vom geplanten Gebrauch. Der Zeiger und die Rete wurden von einem Stift durch die Mitte des Instrumentes in ihrer Position gehalten und konnten über der Platte gedreht werden. Der Stift wird in seiner Position mit einem Keil gehalten (geformt wie der Kopf eines Pferdes – Schrauben waren noch nicht erfunden worden).
Aufhängung
Eine Schnur, verbunden mit einem Ring oben am Astrolabium, um Messungen der Sonne oder eines Sternes vorzunehmen, hielt das ganze Instrument in der Schwebe. Die obere Stelle des Instrumentes, wo der Ring befestigt war, wurde der Thron genannt (kursi bei islamischen Instrumenten). In europäischen Instrumenten wurde die Halteeinrichtung mit einem Drehgelenk ausgestattet, genannt die Armilla (lateinisch: Ring).
Die Rückseite
Die Rückseite des Instrumentes enthielt Gravuren mit verschiedenen Skalen, abhängig davon, wann und wo das Astrolabium hergestellt wurde. Alle Astrolabien hatten Skalen für die Winkelmessung und Skalen, um den Längengrad der Sonne für einen beliebigen Tag zu bestimmen. Es gab weitere Skalen je nach Entscheidung des Herstellers. Beinahe alle europäischen Astrolabien und viele islamische hatten eine Skala, um einfache Probleme der Trigonometrie zu lösen (das sogenannte Schattenquadrat). Eine Cotangens-Skala gibt es auf vielen islamischen Astrolabien, um die korrekte Gebetszeit zu bestimmen. Islamische Geräte können auch eine Skala enthalten, um die Richtung nach Mekka zu finden (Quibla), mathematische Skalen für Sinus und Kosinus oder astrologische Informationen. Europäische Instrumente hatten oft eine Skala für Umrechnungen zwischen ungleichen und gleichen Stunden (Erklärung siehe weiter unten).
Die Rückseite aller Astrolabien hat eine Alhidade (Dioptra, d.h. eine Visiereinrichtung zum Anpeilen), um die Höhe von Himmelskörpern zu messen.
© Antiquus
© Übersetzung experimentis 2010
Kundenbewertungen für "Astrolabium (Historische Nachbildung)"
Durchschnittliche Kundenbewertung:
(aus 3 Bewertungen)
Schön und bezahlbar
10.01.2012 11:18
Von: ekomi-Bewertung
Sehr attraktiver Artikel bei günstigem Preis - habe nach einem schönen und auch bezahlbaren Astrolabium schon lange gesucht.
Sehr schöne funktionsfähige Nachbildung
12.04.2011 12:16
Von: ekomi-Bewertung
Das von mir bestellte Astrolabium entspricht voll den Beschreibungen und wurde innerhalb kürzester Zeit geliefert. Eine sehr schöne funktionsfähige Nachbildung des alten Instrumentes. Ich kann das Angebot nur weiterempfehlen.
hervorragende Replik
09.01.2011 17:52
Von: Klaus Kosbi
Die kleine Replik eines Astrolabiums im Musée de la Renaissance, Château d'Ecouen, ist hervorragend verarbeitet und wird in einem soliden Präsentations-Karton geliefert. Eine Freude für jeden Freund historischer Instrumente!