Heulschlauch

Schwingt man den Heulschlauch, ertönen schaurig heulende oder pfeifende Töne.

  • ab 6 Jahre
  • Material: Kunststoff
  • Länge (ausgezogen): ca. 77 cm - Ø ca. 3 cm
  • Gewicht: ca. 45 g
  • Lieferumfang: ein Heulschlauch, ausziehbar (Farbe bitte wählen)

Bestell-Nr.:
AK01902

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2,80 €*

Unter einem Heulschlauch, manchmal auch Heulrohr genannt, versteht man ein quergeriffeltes Kunststoffrohr. Hält man dieses im ausgezogenen Zustand an einem Ende fest und wirbelt es im Kreis herum, so entstehen ab einer bestimmten Drehgeschwindigkeit schaurig heulende oder pfeifende Töne.

Je schneller man den Heulschlauch dreht, desto höher werden diese Töne. Es entsteht eine sogenannte Naturtonreihe. Mehr dazu unter Wissenswert.

Einen Heulschlauch kann man auch als Flüsterrohr verwenden. Interessant ist auch das Zusammenspiel mehrerer Heulschläuche.

Wie funktioniert ein Heulrohr?

Wirbelt man das Heulrohr in der Luft herum, so wirkt auf die Luft die Fliehkraft. Das bedeutet, dass die Luft im Rohr nach außen gepresst wird und entsprechend neue Luft nachströmen muss. Ohne diesen Luftstrom funktioniert das Heulrohr nicht. Dies kann man ausprobieren, indem man die eine Seite des Heulrohres verschließt, während es rotiert.

Sind beide Seiten des Rohres jedoch offen, strömt Luft an den Rillen im Rohrinneren vorbei. Dadurch bilden sich stehende Wellen aus, wie dies bei allen Instrumenten der Fall ist.

Dabei sind die Frequenzen der im Rohr erzeugbaren stehenden Wellen ganzzahlige Vielfache der tiefsten möglichen Frequenz, der sogenannten Grundfrequenz. Verdoppelt sich die Frequenz, so liegt das musikalische Intervall einer Oktave vor.

Normalerweise kann man mit dem Heulrohr drei bis vier Töne erzeugen. Dreht man es noch schneller, können es natürlich noch mehr werden.

Was sind stehende Wellen?

In Instrumenten aller Art werden stehende Wellen erzeugt. Solche stehenden Wellen lassen sich leicht veranschaulichen. Bindet man beispielsweise ein Seil an einen Baum oder einen anderen festen Punkt und bewegt das lose Ende einmal kräftig hoch und runter, wandert eine Welle durch das Seil. Am Baum angekommen wird die Welle reflektiert und läuft wieder zurück. Schickt man nicht nur eine, sondern mehrere Wellen in kurzen Abständen durch das Seil, überlagern sich diese Wellen beim Vor- und Zurücklaufen. Es bildet sich eine stehende Welle mit einer ganz bestimmten Grundschwingung aus. Das heißt, die Wellenbäuche und die sogenannten Wellenknoten befinden sich immer an ein und derselben Stelle. Voraussetzung ist natürlich, dass man das Seil sehr regelmäßig anschlägt.

Bei Instrumenten hängt der Ton bzw. die Tonhöhe ab von der Frequenz dieser Grundschwingung. Der Kammerton A hat beispielsweise eine Frequenz von 440 Hertz. Das bedeutet: Schlägt man eine Stimmgabel an, schwingt sie genau 440 Mal pro Sekunde. Diese Schwingungen breiten sich in der Luft aus und lassen uns den Kammerton A hören.

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