Mysterium Cosmographicum Weltgeheimnis als Bausatz

Das Weltgeheimnis - gelüftet von dem berühmten Johannes Kepler

  • ab 14 Jahre
  • Material: gestanzter Karton
  • Maße aufgebaut: ca. 20 x 21,5 cm
  • Gewicht (mit Verpackung): ca. 80 g
  • Lieferumfang: ein Bausatz mit ausführlicher Anleitung

Bestell-Nr.:
AS00311

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11,60 €*

Das Weltgeheimnis des großen deutschen Naturphilosophen und Mathematikers Johannes Kepler nach Buch und Kupferstich zum selber Bauen. Der Stich ziert heute jede Geschichte der Astronomie und dürfte daher vielen bekannt sein. Ein Muss für alle Astronomie-Liebhaber, aber auch ein schönes Geschenk für Physiker und Mathematiker, Bastler und Forscher.

Zum Weltgeheimnis von Kepler

Das Geheimnis, das Kepler mit seinem astronomischen Erstlingswerk Mysterium Cosmographicum, zu Deutsch "Das Weltgeheimnis" von 1596 lüften wollte, war dieses: Liegt der Anzahl der damals bekannten sechs Planeten unseres Sonnensystems und deren Abständen ein göttlicher Plan zugrunde? Dazu muss man wissen, dass Kepler in einer Zeit lebte, in der der Kampf um das "richtige" Weltbild gerade in vollem Gange war. Kreiste die Sonne nun um die Erde oder war es doch umgekehrt?

Die Frage war nicht neu, aber es hatte gerade wieder jemand an dem von der Kirche favorisierten Weltbild, das die Erde in das Zentrum des Universums stellte, gerüttelt. Das war Nikolaus Kopernikus Mitte des 16. Jahrhunderts. So rechte Beweise konnte Kopernikus nicht vorlegen und überhaupt: Es genügte ja ein Blick in den Himmel, um zu sehen, wer sich hier um was dreht. Kopernikus Ideen schienen manchem damals überaus schwachsinnig.

So stand das geozentrische Weltbild gegen das heliozentrische und Kepler, der eigentlich lieber Theologe geworden wäre und zugleich ein Anhänger des kopernikanischen Weltbildes war, machte sich auf die Suche nach dem göttlichen Plan als Lösung für das ganze Dilemma, das zu einem Werk führte, das von Mystizismus durchsetzt war.

Außerdem lag dem Werk die falsche Anzahl von sechs Planeten zugrunde. Neben den terrestrischen Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars gibt es die Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun und so kommt man heute auf eine Gesamtzahl von acht Himmelskörpern, die sich in unserem Sonnensystem neben all den Zwergplaneten, Asteroriden und Kometen tummeln.

Dennoch ist Keplers Werk nicht zu unterschätzen. Er verwendet für sein Gedankenexperiment die fünf platonischen Körper Würfel, Tetraeder, Dodekaeder, Oktaeder und Ikosaeder, lagert diese in die Planetenbahnen ein und voilà: Schon passte alles wunderbar zusammen oder eben auch nicht. Letztlich entdeckte Kepler in seiner Auseinandersetzung mit der Geometrie der Himmelskörper, dass sich Planeten tatsächlich nicht auf Kreisbahnen, sondern Ellipsen bewegen, was die Grundlage für die Beschreibung der Planetenbahnen in drei Gesetzen bildete, die auch bekannt sind als die berühmten Keplereschen Gesetze.

Diese dienten Isaac Newton später als Grundlage zur Herleitung der Gravitationstheorie. Um diese Planetengesetze letztlich zu finden, untersuchte, prüfte, analysierte und ordnete Kepler mit viel Geduld und Ausdauer jahrzehntelang Daten und führte selbst zahlreiche Experimente durch, bis er endlich am Ziel war: eine mathematische Beschreibung der Planetenbewegungen.

Baut man das Weltgeheimnis auf, so zeigt die äußere Sphäre, die des Saturn. Darin liegt die Sphäre des Jupiter. Es folgen die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars. Den Planeten sind jeweils folgende Platonische Körper zugeordnet:

Merkurbahn: Oktaeder, Achtflächner, bestehend aus acht Dreiecken
Venusbahn - Ikosaeder, Zwanzigflächner, bestehend aus zwanzig Dreiecken
Erdbahn - Dodekaeder, Zwölfflächner, bestehend aus zwölf Fünfecken
Marsbahn - Tetraeder, Vierflächner, bestehend aus vier Dreiecken
Saturnbahn - Hexaeder, auch bekannt als Würfel, Sechsflächner, besteht aus sechs Quadraten

In der Geometrie bezeichnet der Begriff platonischer Körper Objekte, die sich durch eine besondere Regelmäßigkeit auszeichnen. Sowohl ihre Seitenflächen als auch alle Kanten und Ecken sind vollkommen identisch. Die Namen der platonischen Körper entsprechen den griechischen Zahlenangaben für ihre Seitenflächen, d.h. tetra = 4, hexa = 6, okta = 8, dodeka = 12 und ikosa = 20.

Modelle des Weltgeheimnis sind zum Beispiel im Deutschen Museum in München und im Kepler Geburtshaus in Weil der Stadt zu bewundern.

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