Nocturlabium als Geschenkkarte

Mit dem Nocturlabium lässt sich auch nachts die Uhrzeit bestimmen

  • ab 14 Jahre
  • Format: ca. 18 x 11,5 cm
  • Gewicht: ca. 25 g
  • Lieferumfang: eine Karte mit Umschlag

Bestell-Nr.:
AL00101

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6,90 €*

Eine Sternuhr, auch Nocturnal oder Nocturlabium genannt, ist ein Instrument, dass man früher verwendet hat, um bei Nacht die Uhrzeit mithilfe der Fixsterne zu bestimmen.

Dafür sind auf der Karte die 12 Monate eingezeichnet. Darüber befindet sich ein drehbares Rad mit 18 Zacken. Sie stehen für die Nachtstunden, denn länger als 18 Stunden wird es in unseren Breiten nicht dunkel. Bei 12 Uhr befindet sich die Mitternachtsmarkierung, die leicht zu erkennen ist, da sich hier der längste Zacken befindet.

Der dritte Teil der Sternuhr ist die so genannte Alhidade, der Peiler, an dem man die Uhrzeit ablesen kann.

Anleitung

  • Stellen Sie das Datum ein. Wäre heute beispielsweise der 6. Februar, so müssten Sie die Mitternachtsmarkierung (den längsten Zacken bei 12 Uhr) an den Anfang des Monats Februar drehen.
  • Halten Sie die Sternuhr hoch. Sie ist senkrecht zum Boden und parallel zu Ihren Augen.
  • Peilen Sie durch das Loch in der Mitte der Sternuhr den Polarstern an. Nun müssen Sie nur noch die Alhidade so stellen, dass sie parallel zur Verbindungslinie zwischen Polarstern und der hinteren Achse des großen Waagens steht, und schon können Sie an der Sternuhr die Uhrzeit ablesen: Der Schnittpunkt von Alhidade und Zahnrad gibt die aktuelle Uhrzeit an.

Achtung: Die Sternuhr berücksichtigt nicht die Sommerzeit.

 

Das Prinzip der Sternuhr

Bei Tag ist es mit ein wenig Übung kein Problem, am Sonnenstand die Uhrzeit abzuschätzen – ein Prinzip, das Sonnenuhren sich seit Jahrtausenden zu Nutze machen. Aber wie kann man bei Nacht die Zeit bestimmen?

Die Sternuhr ist eine in ihrer Einfachheit geniale Lösung für dieses Problem. Die Sterne gehen nämlich genau wie die Sonne im Osten auf und erreichen im Süden ihren höchsten Punkt, bevor sie im Westen wieder unter gehen. Die Sterne in der Nähe des Polarsterns (und somit auch des Himmelspols) sinken jedoch nie unter den Horizont, daher bewegen sich die drei auffälligen Sternbilder Großer Wagen, Kleiner Wagen und Cassiopeia wie eine riesige Uhr einmal am Tag um Polaris, den Polarstern. Wer weiß, wann diese Sternbilder wo stehen, kann an ihrer Stellung leicht die Uhrzeit abschätzen.

Auf diesem Prinzip basiert die Sternuhr: Wenn Sie mit ihr den Polarstern anpeilen und den Zeiger so einstellen, dass er parallel zur Verbindungslinie zwischen Polarstern und der hinteren Achse des großen Waagens ist, können Sie die aktuelle Uhrzeit ablesen.

Allerdings gibt es dabei noch einen kleinen Fallstrick: Da die Erde um die Sonne kreist, erreichen die Sterne bereits nach etwa 23 Stunden und 56 Minuten wieder die selbe Position. Ein Sterntag ist also kürzer als unser normaler Tag, der sich am Lauf der Sonne orientiert, und von Tag zu Tag verschiebt sich der Anblick des Sternenhimmels ein wenig. Daher steht der Große Wagen im Frühjahr am Abendhimmel hoch über unseren Köpfen, während er im Herbst dicht über dem Horizont steht.

Aus diesem Grund hat die Sternuhr noch eine weitere Skala, um das Datum einzustellen. So können Sie eine Sternuhr jederzeit und fast auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde verwenden. Dieses Modell ist für mittlere Breitengrade ausgelegt und funktioniert unter anderem in ganz Mitteleuropa. Sie müssen lediglich den Großen Wagen mit dem Polarstern über dem Horizont sehen können, und schon wissen Sie, wie spät es ist.

Nur eins kann die Sternuhr nicht: Die Sommerzeit berücksichtigen. Den Sternen ist es nämlich egal, wann auf der Erde die Uhren eine Stunde vorgestellt werden.

 

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