Goethe Barometer, Wetterglas

Ein solches Flüssigkeitsbarometer, auch Wetterglas oder Donnerglas genannt, wird bei mittlerem Luftdruck gerade so hoch befüllt, dass das Wasser die Tülle des Barometers gut bedeckt. Nachschauen kann man den aktuellen Luftdruck für die Region auf den zahlreichen Websites zum Thema Wetter. Je nachdem wie sich der Luftdruck verändert, steigt oder sinkt die Flüssigkeit in der Tülle. Für eine halbwegs korrekte Messung müsste die Wassertemperatur konstant bleiben. Vor allem draußen ist dies natürlich ein Problem. Daher sollte man von diesem Thermometer eine nicht allzu genaue Messung erwarten. Berühmt wurde diese Art von Barometer durch Johann Wolfgang von Goethe, der eines bei sich im Haus hatte und zwar in dieser hier gezeigten Birnenform. Erfunden hat er es jedoch nicht.

Zum Befüllen verwendet man am besten destilliertes Wasser, damit sich keine Rückstände im Glas absetzen. Sinkt der Wasserspiegel durch Verdunstung, füllt man wieder etwas nach. Je nach Geschmack kann man das Wasser im Glas auch mit Lebensmittelfarbe einfärben.

Wie funktioniert das Goethe Barometer?

Es ist bekannt, dass Hochdruck meist mit schönem Wetter einhergeht. Infolge von Hochdruck sinkt aber auch der Wasserpegel in der Tülle und steigt im Bauch, denn der Druck außerhalb des Barometers ist höher als im Wetterglas.
Schlechtes Wetter wird hingegen von Tiefdruckgebieten begleitet. Daher sinkt das Wasser im Bauch und steigt in der Tülle. Je nachdem wie hoch das Wasser im Barometer steht, kann es sogar sein, dass dieses aus der Tülle herausläuft - wenn zum Beispiel ein Unwetter heraufzieht. Solche Art von Barometer tragen daher auch den charmanten Namen Pinkel-Barometer.

Der mittlere Luftdruck der Atmosphäre beträgt auf Meeresniveau übrigens 1013 Millibar. Dieser sinkt exponentiell mit steigender Höhe. In ca 5,5 Kilometern Höhe hat man nur noch den halben Luftdruck. Dieses Barometer ist zwar nicht so genau wie ein mechanisches Barometer, aber dafür besonders dekorativ.

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