Plasma Kugel, Plasma Lampe

Die Plasmalampe wurde von dem berühmten Wissenschaftler Nikola Tesla (1856 - 1943) erfunden. Sie ist wahrscheinlich Plasma in seiner schönsten Form. In der Mitte der Plasmalampe befindet sich eine Elektrode, umgeben von einem Glasbehälter mit einem reaktionsträgen Gas. In dem Glasbehälter herrscht Unterdruck. Oft werden Edelgase wie Helium, Xenon, Argon, Krypton und Neon verwendet. Sie führen jeweils zu unterschiedlichen Farbeffekten:

  • Helium – Leuchtfarbe gelb
  • Xenon – Leuchtfarbe violett
  • Argon – Leuchtfarbe blau
  • Krypton – Leuchtfarbe gelbgrün
  • Neon – Leuchtfarbe rot

 

An der Elektrode liegt eine hochfrequente Wechselspannung an, so dass Elektronen von der Elektrode emittiert und durch ein elektromagnetisches Wechselfeld in Richtung Glas beschleunigt werden. Dabei erhalten sie so viel Energie, dass sie das Gas im Innern der Plasmalampe ionisieren. Das bedeutet, dass (negativ geladene) Elektronen die Atome verlassen, die dadurch wiederum zu (positiv geladenen) Ionen werden. Das Leuchten entsteht, wenn die freien Elektronen von den Ionen eingefangen werden und dabei die zuvor aufgenommene Energie in Form von Licht wieder abgeben. Geschieht dies, kommt es zu einer Kettenreaktion, so dass Blitze in Richtung Glas erkennbar werden. Hält man seine Finger an die Plasmalampe verändert man das elektromagnetische Feld, so dass die Blitze einen anderen Weg einschlagen.

Die Plasma Lampe als Gadget

Die Plasmabälle, die es heute normalerweise zu kaufen gibt,  hat der Amerikaner Bill Parker Anfang der 70er Jahre erfunden und später patentieren lassen. Insgesamt hat Bill Parker drei Patente zu Plasma Lampen eingereicht. Eher zufällig kam er dabei als Praktikant am Massachusetts Institute of Technology (MIT) bereits 1971 auf die Idee, ionisiertes Neon und Argon für solche Installationen zu verwenden. Drei Jahre später erst hatte er jedoch die Gelegenheit, seine Ideen in die Tat umzusetzen. Das Exploratorium, ein Science Center in San Francisco, hatte ihn als „Artist in Residence“ eingeladen vor Ort zu arbeiten. Parker erschuf in dieser Zeit zwei Plasma-Installationen mit dem Titel Quiet Lightning und AM Lightning.

Seit 1974 gibt das Exploratorium jährlich 4 bis 6 Künstlern die Gelegenheit, Werke für das Museum zu produzieren und dort auszustellen. Plasma Lampen findet man heute in zahlreichen Science Centern und Wissenschaftsmuseen rund um die Welt. Plasma-Installationen gibt es dabei auch als Röhren und Scheiben.

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